Hundeschule Amperland

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Leserfrage: Mein Hund ist jetzt 8 Monate alt und hat schon so gut gehört, jetzt stellt er die Ohren komplett auf Durchzug. Außerdem erschrickt er vor allen möglichen Dingen, das ist ganz neu.  Wird das von alleine wieder besser?  

Antwort: Ihr Hund hat gerade seine „Gespensterphase und einen Pupertätsschub“  in der er sehr unsicher ist. Das ist ein normaler Entwicklungsschub vom Junghund zum erwachsenen Hund. Da ist der Grundgehorsam wieder viel schlechter und man kennt seinen Hund nicht wieder. Die gute Nachricht ist das wird wieder vergehen. Achten Sie in der Zeit darauf Ihren Hund an der Schleppleine zu führen wenn der Rückruf schlechter geworden ist und versuchen Sie nicht mit Druck den Gehorsam durchzusetzen. Gehen Sie ruhig aber konsequent mit Ihrem Hund um. In dieser Zeit können sich auch viele Verhaltens-probleme und unschöne Marotten entwickeln. Lassen Sie sich in dieser Phase von einer guten gewaltfrei arbeitenden Hundeschule   unter-stützen.

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Hilfe mein Hund pöbelt an der Leine

Man spricht von einer Leinenaggression, wenn sich ein Hund an der Leine aggressiv verhält, im Freilauf aber verträglich ist. In den meisten Fällen richtet sich diese Leinenaggression gegen Artgenossen, es kann aber auch sein, dass er der Hund das abwehrende Verhalten an der Leine gegen Menschen zeigt, während er freilaufend einfach seinen Weg geht.

Woher kommt das?

Es gibt mehrere Ursachen, die zur Leinenaggression führen können. Ein leinenaggressiver Hund ist unsicher oder sogar ängstlich. Hat vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht. Oder hat Frust weil er gerne hin möchte zum anderen Hund.  Dies hat mit Dominanz nichts zu tun!

In vielen Fällen ist es eine Mischung aus:  

Stimmungsübertragung:
Die Stimmung des Besitzers kann sich stark auf die des Hundes übertragen. In vielen Fällen geht beim Besitzer beim Anblick eines anderen Hundes schon das Blaulicht an. Das signalisiert dem Hund – da kommt ein Monster. Meist wird  die Leine kurz und stramm genommen, der Hund wird scharf angesprochen, zwingt ihn ins Sitz und hält ihn in der für ihn schrecklichen Situation. Manche Hunde werden dadurch ängstlich, andere gehen in die Verteidigungshaltung. Diese hat Erfolg und wird immer weiter ausgebaut.

Fehlverknüpfung:
Beispiel: Ein Hund wird immer wieder mit scharf gesprochenen Kommandos " Fuß" oder "Nein" in dem Moment an der Leine geruckt, in dem er einen fremden Hund ansieht. Der Hund verknüpft die schmerzhafte Einwirkung des Rucks und die scharfe Stimme des Hundehalters mit dem Anblick des Artgenossenen. Er lernt somit, dass es unangenehm und sogar "gefährlich" ist, wenn er angeleint auf andere Hunde trifft. Er entwickelt dadurch ein Abwehrverhalten. Der Hund verknüpft in den seltensten Fällen sein Verhalten mit der Strafe, sondern beispielsweise den Artgenossen, Sie oder auch ein Kind, das zufällig gerade gegenüber steht, mit dem Strafreiz.  

Frustration:
Ganz oft hört man von Hundebesitzern "Der will ja nur hin zum anderen Hund!" Ein Hund, der beispielsweise als Welpe zu jedem Hund hin durfte und nun mit der Leine davon abgehalten wird, kann Frustverhalten entwickeln. Warum darf er jetzt nicht mehr "Guten Tag" sagen, wenn er doch sonst immer hindurfte?! In vielen Fällen entsteht aus Frustration Aggression.  

Individualdistanz:
Jeder Hund hat eine gewisse Individualdistanz. Oft ist zu beobachten, dass Menschen ihre Hunde auf einem Gehweg frontal an anderen Hunden vorbeiziehen, obwohl der Hund viel lieber einen freundlichen Bogen gegangen wäre. Das hat irgendwann seine Folgen wenn es für den Hund zuviel wird und er beginnt an der Leine zu pöbeln. Das schafft ihm die nötige Distanz, weil keiner kommt mehr so nahe und der andere Hund geht dann auch noch weg.

Es macht keinen Sinn das Verhalten zu ignorieren, es gibt gute Trainingsmethoden wie das SAVE Training von Viviane Theby, Click for Blick von Dr. Ute  Blaschke-Berthold. Sprechen Sie mich an.

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Artikel vom 05.11.16 Amper-Kurier - Leser fragen - die Hundeschule antwortet: 

Frau E. G. aus FFB: Ich möchte mir einen Tierschutzhund aus dem Ausland holen, worauf muss ich achten?

Hundeschule Amperland: Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass Sie sich ein ´Überraschungspaket´ ins Haus holen. 

Anfangs sind die Hunde noch so gestresst, dass sie ganz brav sind, nicht bellen und auch sonst pflegeleicht wirken. In Pflegestellen sind oft auch andere Hunde und sie wirken sehr aufgeschlossen.

Wenn der Hund aber bei Ihnen einzieht, dann sind die Hunde oft sehr ängstlich. Man muss diesen Hunden Zeit geben. Erst einmal ein paar Tage im Haus und Garten ankommen lassen. Am besten das Geschirr  nicht ausziehen. Diese Hunde kennen es nicht und es wird ansonsten immer schwieriger, es anzulegen. Gehen Sie anfangs immer die gleichen kurzen Runden spazieren, bis der Hund  entspannt läuft. Achten Sie darauf, was der Hund zeigt. Ist er ängstlich, oder wirkt er gestresst?

Wenn man sich für einen Tierschutzhund entschieden hat, ist nicht auszuschließen, dass weitere oft erhebliche Kosten für Hundetraining, Tierarzt usw. anfallen. Manch unerwünschtes Verhalten ist unter Umständen nur teilweise, u. U. aber auch gar nicht mehr therapierbar.

Haben Sie die Zeit und Lust, aber auch die finanziellen Mittel, um ggf. oft monatelang zu trainieren? Wenn Sie zu  diesen Dingen ´ja´ sagen können, dann ist ein Tierschutzhund bei Ihnen gut aufgehoben.

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Pfotenpflege für Ihren Hund im Winter:

Die Winterzeit ist da mit Matsch und Schnee. Es kommen viele Hunde in die Hundeschule und haben Probleme mit Eisklumpen zwischen den Zehen.
Die Ballen unserer Hunde werden im Winter durch die feucht-kalten Untergründe, gerade bei Matsch, Schnee und Eis, Splitt, Streusand und Salz extrem beansprucht.
Bei Hunden mit langem Fell,  macht es Sinn, die Zehen im Winter vom Hundefriseur ausscheren zu lassen und evtl. auch das Fell am Bauch etwas einzukürzen.
Dann können Sie vor dem S...paziergang die Ballen und Zehenzwischenräume mit Vaseline, Melkfett oder Hirschtalg einreiben. Es gibt auch im gut sortierten Fachhandel speziellen  Pfotenbalsam für den Winter. Durch das Fett können sich Schnee, Salz und Eisklumpen weniger zwischen den Zehen festsetzen.
Während des Spaziergangs nach Möglichkeit Strecken meiden, die gesalzen oder gestreut sind. Die Pfoten zwischendurch anschauen und von Schneeklumpen befreien. Verklebter Schnee zwischen den Zehen reizt die Haut und kann zu Scheuerstellen bis hin zu Verletzungen führen.
Wenn Ihr Hund sehr empfindlich ist, dann können Sie ihn auch an gut sitzende Hundeschuhe gewöhnen.
Nach dem Spaziergang sollten die Pfoten mit handwarmen Wasser abgebraust werden. Dann abtrocknen und evtl. die Ballen mit Wund- und Heilsalbe z. B. Kamille-, Arnica-, oder Ringelblumensalbe einreiben.
Lassen Sie Ihren Hund  nicht den Schnee von den Pfoten weglecken. Das könnte durch die Aufnahme von damit verbundenen Verunreinigungen wie z. B. Streusalz zu einer akuten Magenschleimhautentzündung führen. Diese wiederum führt zu Verdauungsstörungen, Durchfall und Erbrechen. Das in Deutschland verwendete Auftausalz  ist denaturiert und somit nicht mehr zum Essen geeignet.
Gewöhnen Sie schon Ihren Welpen an die Pflege von seinen Pfoten, dann ist es für den erwachsenen Hund kein Problem!